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Ölheizung: Die wichtigsten Fragen & Antworten

Die wichtigsten Informationen auf einen Blick: Hier finden Sie die häufigsten Fragen rund um Ölheizungen – mit direkten Antworten.

ModernisierungsCheck: Heiztechnik prüfen

Erfahren Sie, ob Ihr Energieverbrauch fürs Heizen zu hoch ist – und wie viel Sie durch neue Heiztechnik oder andere Maßnahmen sparen können:

Bitte halten Sie Ihre Heizkostenabrechnung bereit.

Wie funktioniert Heizen mit Öl?

Die Funktionsweise einer Ölheizung ist (vergleichsweise) simpel:

1. Das Heizöl wird vom Öltank zum Ölbrenner im Heizkessel gepumpt und dort vorgewärmt, denn Heizöl brennt erst bei 55 Grad Celsius.

2. Eine Düse sprüht es in den Brennraum, wo es entzündet wird.

3. Die entstehende Wärme erhitzt das Heizungswasser, das eine Umwälzpumpe in die Heizkörper des Hauses beziehungsweise in den Pufferspeicher pumpt.

Mehr dazu im Artikel „Aufbau & Funktionsweise der Ölheizung".

Wie viel Heizöl wird im Durchschnitt verbraucht?

Bei Brennwertkesseln wird für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit einem Ölverbrauch von 17 Litern pro Quadratmeter und Jahr für Heizung inklusive Warmwasser gerechnet.

Der tatsächliche Verbrauch der Ölheizung hängt vor allem von der Größe des Hauses und der Anzahl der Bewohner ab, von der Gebäudehülle (Dämmung/Fenster) und vom Kesseltyp. Mehr dazu im Artikel „Verbrauch einer Ölheizung".

Wie viel kostet eine Kilowattstunde Heizen mit Heizöl?

Nachdem Heizen mit Öl seit dem Jahr 2012 einen Preissturz verzeichnete, kündigt sich nun eine Trendwende an: 2016 zahlten Verbraucher im Jahresmittel 4,9 Cent pro Kilowattstunde, 2017 waren es bereits 5,5 Cent pro Kilowattstunde. Auch für das Abrechungsjahr 2018 deutet sich eine weitere Preissteigerung an: Heizen mit Öl wird voraussichtlich weitere 8 Prozent teurer. Mehr zu den unterschiedlichen Energieträgern im Artikel „Heizkosten pro Quadratmenter".

Erdgas 11,30 Euro; Heizöl 10,70 Euro; Fernwärme 12,80 Euro; Holzpellets 9,60 Euro; Scheitholz 6,70 Euro.

Wie viel kostet eine neue Ölheizung?

Für das Komplettpaket ist bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus mit mindestens 6.000 bis 9.000 Euro zu rechnen. Ölheizungen mit Brennwertkessel kosten mehr als Niedertemperaturkessel, machen sich aber durch den geringeren Verbrauch in der Regel schnell bezahlt – und sorgen für weniger CO2-Emissionen. Nicht ungewöhnlich sind jedoch auch Kosten für eine Ölheizung von etwa 13.000 bis 18.000 Euro.

Für den Preis einer Ölheizung ist vor allem die gewählte Technik entscheidend. Der zweite Posten, der für unterschiedliche Preise bei Ölheizungen sorgt, ist der Öltank. Mehr dazu im Artikel „Preise für Ölheizungen".

Welche Arten von Ölheizungen gibt es?

Die Arten von Ölheizungen unterscheiden sich nach:

Art des Kessels

Bei älteren Ölheizkesseln – dem Standardkessel oder dem Niedertemperaturkessel – entweichen die Abgase ungenutzt durch den Schornstein. Moderne Ölthermen mit Brennwerttechnik indes arbeiten mit Abgaswärmetauschern. 

Ein- oder Zweistrangsystem

Bei Ölheizungen mit Einstrangsystemen verläuft zwischen Öltank und Ölbrenner nur ein Rohr. Es wird nur so viel Öl wie benötigt in den Brennraum gepumpt. Bei Zweistrangsystemen wird nicht benötigtes Öl über ein zweites Rohr wieder in den Öltank zurückgeführt.

Zentral oder dezentral

Ölzentralheizungen sind die heutzutage üblichste Form von Ölheizungen. Es gibt aber auch dezentrale Formen der Ölheizung, die allerdings immer seltener genutzt werden.

Mehr zu den verschiedenen Arten der Ölheizung finden Sie in dem Artikel „Wie funktioniert eine Ölheizung? Aufbau & Funktionsweise".

Verteilung der Heizsysteme bei Neubauten von Ein-/Zweifamilienhäusern und Mehrfamilienhäusern in Deutschland 2015

Was gibt es bei Heizöltanks zu beachten?

1. Es gibt drei verschiedene Arten von Heizöltanks.

2. Alle Tankanlagen müssen regelmäßig gewartet und gereinigt werden.

3. Ein Modell in üblicher Tankgröße (3000 Liter) kostet 2.000 Euro.

Mehr dazu im Artikel „Heizöltank".

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Was kostet eine Wartung der Ölheizung?

Die Kosten für die jährliche Wartung einer Ölheizung belaufen sich auf etwa 150 bis 200 Euro. Für denselben Preis kann auch ein Wartungsvertrag abgeschlossen werden, der dann oft auch einen kostenlosen Notdienst enthält.

Tipp: Bei einem Wartungsauftrag oder einem langfristigen Wartungsvertrag sollten Sie darauf achten, dass er möglichst viele Leistungen zur Wartung und Reinigung der Ölheizung enthält. Mehr dazu im Artikel „Ölheizung: Wartung & Reinigung".

Was kostet die Erneuerung einer Ölheizung?

Wer die Lebensdauer seiner Ölheizung lediglich verlängern oder die Ölheizung modernisieren will, hat verschiedene Möglichkeiten – entsprechend unterschiedlich sind die Kosten, die für dieses Erneuern der Ölheizung entstehen.

• Austausch der Umwälzpumpe: ab 300 Euro

• Hydraulischen Abgleich der Ölheizung: ab etwa 500 Euro

• Tausch des Kessels (zum Beispiel Niedertemperatur zu Brennwert): ab circa 4.000 Euro

Mehr dazu im Artikel „Ölheizung austauschen".

Was kostet der Austausch einer Ölheizung?

Wer seine Ölheizung umrüstet, wechselt meist zu Gas beziehungsweise Erdgas, seltener zu Flüssiggas. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus ist mit Kosten von mindestens 9.000 Euro für diese Umrüstung zu rechnen.

Ein neuer Gasanschluss oder das Entsorgen des Öltanks kann die Kosten deutlich nach oben treiben. Dafür entfällt der Lagerplatz für das Heizöl und die CO2- sowie Feinstaub-Emissionen sind mit Gas niedriger als mit einer Ölheizung. Mehr dazu im Artikel: „Ölheizung auf Gas umrüsten: Lohnt es sich?".

Entwicklung des Verbraucherpreises für leichtes Heizöl in Deutschland in Cent pro Liter für die Jahre 1960 bis 2017

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