FAQs: Fragen und Antworten zu barrierefreiem Wohnen und Bauen

Sollte ich mir in meinem Zuhause über Barrierefreiheit Gedanken machen? Worauf kommt es dabei eigentlich an? Und wer hilft mir bei der Finanzierung? Wir beantworten für Sie die häufigsten Fragen zu barrierefreiem Bauen und Wohnen.

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Seniorenpaar mit Gehhilfe vor dem Haus(c) iStock.com/Peopleimages

Barrierefreies Wohnen ist das Schlüsselwort für lange Zufriedenheit im eigenen Heim – auch im fortschreitenden Alter. Um Ihnen eine Übersicht über den komplexen Themenbereich zu verschaffen, beantworten wir hier für Sie die wichtigsten Fragen rund um den Themenbereich barrierefreies Wohnen und Bauen. Ausführliche Informationen zu den einzelnen Bereichen barrierefreier Häuser und Wohnungen finden Sie in unserem Artikel „Alles, was Sie zu barrierefreiem Wohnen & Bauen wissen müssen“.

1. Was bedeutet Barrierefreiheit?

Barrierefreiheit wird im Gesetz zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (Behindertengleichstellungsgesetz) wie folgt definiert: „Barrierefrei sind bauliche und sonstige Anlagen, Verkehrsmittel, technische Gebrauchsgegenstände […] sowie andere gestaltete Lebensbereiche, wenn sie für Menschen mit Behinderungen in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe auffindbar, zugänglich und nutzbar sind.“

Ein Gebäude oder eine Wohnung ist also dann barrierefrei, wenn Menschen mit visuellen, akustischen und anderen körperlichen Einschränkungen darin wohnen können und möglichst selbstständig und problemfrei im Alltag zurechtkommen. Das wird erreicht, indem beispielsweise Zugänge rollstuhlgerecht und ohne Schwellen konzipiert sind, in den Wohneinheiten ausreichend Bewegungsfreiheit vorhanden ist und Bereiche visuell so gekennzeichnet sind, dass Sie auch mit eingeschränkter Sehfähigkeit leicht erfasst werden können.

Mehr Informationen zu barrierefreiem Wohnen erhalten Sie hier.

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2. Ich bin kerngesund. Warum sollte ich mir über Barrierefreiheit Gedanken machen?

Barrierefreie Häuser und Wohnungen erleichtern nicht nur Senioren und Personen mit körperlichem Handicap ein problemloses und möglichst selbstständiges Leben. Auch Familien profitieren von einem barrierefreien Wohnumfeld. Rampenartig angelegte Wege statt Treppen zum Haus oder in den Garten vermindern beispielsweise die Sturzgefahr bei kleinen Kindern. Auch die großzügig geschnittenen rollstuhlgerechten Badezimmer und Küchen werden nicht nur von Senioren als komfortabel empfunden, sondern verbessern den Wohnkomfort für die ganze Familie.

Zusätzlich verbessert barrierefreies Bauen den Wert Ihrer Immobilie und stellt so eine gute Altersvorsorge dar. Bei unvorhergesehenen gesundheitlichen Problemen oder im Alter ist bei einer barrierefreien Immobilie außerdem gewährleistet, dass Sie ohne teure und lange Umbaumaßnahmen in Ihrem gewohnten Zuhause wohnen bleiben können.

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3. Für welche Bereiche der Wohnung ist Barrierefreiheit besonders wichtig?

Barrierefreiheit betrifft alle Wohn- und Lebensbereiche eines Hauses: von der Haustür, über das Treppengeländer bis zu den Wohnräumen. Geht es jedoch um einen nachträglichen Umbau für mehr Barrierefreiheit sind in Küche und Bad die größten und kostspieligsten Veränderungen nötig. Daher sollte im besten Fall bereits beim Bau oder vor dem Kauf eines Hauses darauf geachtet werden, dass diese Bereiche den Standards für Barrierefreiheit entsprechen oder zumindest so großzügig geschnitten sind, dass sie im Nachhinein problemlos umgebaut werden können.

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4. Woran erkenne ich eine barrierefreie Immobilie?

Eine als „barrierefrei“ ausgewiesene Wohnung muss speziellen Anforderungen entsprechen, die in der Deutschen Industrienorm 18040 für barrierefreies Bauen festgesetzt sind. Dazu gehört beispielsweise, dass die Türen in der Wohnung mindestens 80 Zentimeter breit sind, Spülbecken und Arbeitsbereiche untersitzbar sind und es in allen Zimmern festgelegte Bewegungsradien gibt. Achten Sie darauf, dass nur die Bezeichnung „barrierefrei“ die Erfüllung der DIN-Norm gewährleistet. Die Begriffe „altersgerecht“ oder „barrierearm“ sind keine geschützten Begriffe.

Ebenfalls wichtig: „barrierefrei“ bedeutet nicht automatisch „rollstuhlgerecht“. Wenn Sie eine rollstuhlgerechte Immobilie kaufen oder bauen wollen, gelten teilweise speziellere Anforderungen als an eine barrierefreie Immobilie. So müssen beispielsweise die Türen 90 Zentimeter breit sein und in Wohnräumen muss ein größerer Wendekreis eingeplant sein. Lassen Sie sich im Zweifel von Experten beraten.

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5. Mein Zuhause ist nicht barrierefrei. Was kostet mich der altersgerechte Umbau?

Welche Kosten bei einem nachträglichen Umbau für ein altersgerechtes Zuhause auf Sie zukommen, hängt von vielen Faktoren ab. Wenn Sie in Ihrem Haus lediglich einige Barrieren senken wollen, um mehr Komfort im Alltag zu haben, liegen die Kosten vielleicht bei einigen Hundert Euro. Streben Sie hingegen den Standard „altersgerechtes Haus“ an, können Umbaukosten von einigen Tausend Euro auf Sie zukommen.

Lassen Sie sich bei der Planung der von Ihnen gewünschten Maßnahmen von einer Wohnberatung in Ihrer Nähe beraten. Hier erhalten Sie außerdem Hinweise zu möglichen regionalen und überregionalen Förderungen oder ob Sie bestimmte Umbaumaßnahmen bei der Pflegekasse beantragen können. Nutzen Sie außerdem die Gelegenheit des Umbaus, um energetische Sanierungsmaßnahmen anzustoßen. Gemeinsame Förderpakete der KfW-Bank helfen bei der Finanzierung.

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6. Gibt es Fördermöglichkeiten oder Zuschüsse für barrierefreies Sanieren?

Da es in Deutschland zu wenige barrierefreie Wohneinheiten für den steigenden Bedarf gibt, werden Sanierungen für alters- und rollstuhlgerechtes Wohnen von öffentlicher Seite gefördert. Wer sein Zuhause schon zeitig für die Zukunft fit machen möchte, erhält zinsgünstige Kredite und Investitionszuschüsse für den barrierefreien Bau und Umbau über die KfW-Bank, spezifische Förderprogramme der Länder oder über ein Wohn-Riester-Programm.

Im akuten Bedarfsfall werden Umbaumaßnahmen sowie barrieresenkende Hilfsmittel häufig von Kranken- und Pflegekassen oder dem Sozialamt übernommen. Sprechen Sie dazu mit Ihrem Arzt oder Ihrer Pflegekasse.

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