Förderung von Wärmedämmung: Zuschüsse & Programme

Die Kosten für die Wärmedämmung Ihres Hauses müssen Sie nicht alleine tragen: Die Bundesregierung stellt dafür über das KfW-Programm „Energieeffizienz Sanieren“ Fördermittel zur Verfügung – und zwar sowohl für die Komplettsanierung als auch für einzelne Maßnahmen. Zusätzlich gibt es regionale Förderung für Wärmedämmung.

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

  • Förderung für Wärmedämmung vor dem Dämmen beantragen
  • Energieberater einbinden oft ein Muss
  • bis zu 60 Prozent der Kosten als Zuschuss
  • Zuschüsse auch für Baubegleitung während der Sanierung

Kredite und Zuschüsse zur Wärmedämmung von der KfW

Haus und Geldscheine

Für eine umfassende Sanierung Ihres Gebäudes zu einem KfW-Effizienzhaus, zum Beispiel mit Hilfe einer Wärmedämmung, können Sie einen Kredit von maximal 100.000 Euro und einer Laufzeit von bis zu 30 Jahren beantragen. Der maximale Tilgungszuschuss beträgt abhängig vom Energiestandard 27,5 Prozent der Darlehenssumme, also 27.500 Euro. Die Förderung (Nr. 151) wird dabei vom Energieberater beantragt. Daneben gibt es eine Reihe von Zuschüssen, die auch ohne Energieberater über das Zuschussportal der KfW beantragt werden können.

Für die Wärmedämmung von Wänden, Dachflächen oder Geschossdecken als Einzelmaßnahme gibt es einen Kredit von höchstens 50.000 Euro mit einer Laufzeit von bis zu 30 Jahren. Der Tilgungszuschuss liegt bei maximal 7,5 Prozent der Darlehenssumme, also bei 3.750 Euro (Nr. 152).

Alternativ können Sie für ein Ein- oder Zweifamilienhaus einen Zuschuss in Anspruch nehmen, ebenfalls für die Komplettsanierung und für Einzelmaßnahmen. Wenn Sie nur Wände, Dachflächen oder Geschossdecken dämmen wollen, können Sie einen Zuschuss für förderfähige Investitionen bis 50.000 Euro beantragen, maximal jedoch 5.000 Euro pro Wohneinheit und maximal 10 Prozent der förderfähigen Baukosten. Bei Sanierungen zum KfW-Effizienzhaus, also einem höheren Energiestandard, gibt es für förderfähige Investitionen bis 100.000 Euro pro Wohneinheit einen Zuschuss von maximal 30.000 Euro (Nr. 430).

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Förderbedingungen der KfW zur Wärmedämmung

Den KfW-Kredit und -Zuschuss können Sie nur beantragen, wenn Sie vor dem 1. Februar 2002 die Bauanzeige erstattet oder den Bauantrag für Ihr Wohngebäude gestellt haben. Neuere Gebäude sind also von dieser Förderung ausgeschlossen. Den Förderantrag für den Kredit müssen Sie vor Beginn des Sanierungsvorhabens bei einem Finanzierungsinstitut (Banken, Sparkassen, Versicherungen) stellen. Zunächst muss allerdings ein geprüfter Energieberater aus der Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes die Förderfähigkeit der Maßnahmen und die Einhaltung der technischen Mindestanforderungen bestätigen.

Zuschüsse Wärmedämmung: Energieberatung (BAFA) und Baubegleitung (KfW)

Bevor Sie zur Tat schreiten, sollte sich ein Experte Ihre Immobilie genau ansehen und prüfen, wo Wärmelecks sind. Die Unterstützung durch einen Energieberater ist in manchen Fällen auch Voraussetzung für die Beantragung von Fördermitteln. Über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) unterstützt die Bundesregierung eine Energieberatung vor Ort finanziell mit bis zu 60 Prozent der Kosten. Es gibt jedoch vom BAFA maximal 800 Euro für Ein- oder Zweifamilienhäuser und 1.100 Euro für Wohngebäude mit drei und mehr Wohneinheiten. Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG) können zusätzlich einen einmaligen Zuschuss von bis zu 500 Euro beantragen, wenn der Energieberatungsbericht in der Wohnungseigentümerversammlung erläutert wird. Seit dem 1. Dezember 2017 kann im Rahmen der Vor-Ort-Förderung des BAFA alternativ zum bisherigen Beratungsbericht auch ein individueller Sanierungsfahrplan durch einen Energieberater erstellt werden.

Für die fachgerechte Betreuung durch einen Energieeffizienz-Experten während der gesamten Sanierung können Sie bei der KfW einen Investitionszuschuss beantragen (Nr. 431). Übernommen werden 50 Prozent der Kosten, maximal 4.000 Euro pro Vorhaben. Den „Zuschuss Baubegleitung“ können Sie nur in Kombination mit dem KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren“ in Anspruch nehmen. Sie dürfen ihn vor einer energetischen Sanierung zusammen mit der Energieberatung für Wohngebäude (Vor-Ort-Beratung, individueller Sanierungsfahrplan) beantragen.

Förderung für Wärmedämmung 2018 individuell prüfen

Unser kostenloser FördermittelCheck zeigt, welches Förderprogramm das richtige für Sie ist. Er berücksichtigt auch, welche regionalen Fördermöglichkeiten es an Ihrem Wohnort gibt. Der Ratgeber ist stets aktuell – also auch Änderungen beispielsweise zum Jahreswechsel 2017 auf 2018 sind vorhanden. Weitere aktuelle Informationen zu den Förderprogrammen für energetische Sanierungsmaßnahmen finden Sie auch in unserem Dossier Fördermittel.

Mit dem DämmCheck express erfahren Sie, wie viel Heizenergie Sie mit den verschiedenen Dämmmaßnahmen an Ihrem Gebäude sparen können.

Mit dem ausführlichen ModernisierungsCheck finden Sie heraus, welche Dämmmaßnahme sich für Ihr Gebäude rechnet.

Autor/in: Marcus Franken und Kristina Simons 

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